Baustellengespräch 01.04.2019

01.04.2019

Wir sind gerade durch die Sicherheitsschleuse am Flughafen von Mallorca und klauben unsere Habseligkeiten vom Band, als mein Telefon einen Anruf in Abwesenheit anzeigt.
Ich rufe zurück und … habe unseren Bauleiter Herrn Stöppler am Apparat. Yieeehaaa! Wir vereinbaren einen Termin für den kommenden Montag. Mit dabei wird auch unser Tiefbauer sein. Nur den Architekten lassen wir da, wo er ist.
Ich freue mich riesig, dass es Herr Stöppler geworden ist, schließlich haben wir schon sehr viel Gutes über ihn gehört. Man muss ja auch mal Glück haben.

Am Montag haben wir dann zunächst die Baustelle vor Ort besichtigt. Gleich hatte auch der Tiefbauer, dessen Name nicht genannt werden möchte, einige To Do´s für mich parat:
So muss die Grobabsteckung vom Vermesser nochmal überprüft werden. Seit Herr Niederstrasser im August 2018 die Grobabsteckung vorgenommen hat, ist auf dem Grundstück einiges passiert und die Absteckung – sagen wir mal – sie steht nicht mehr so ganz gerade. Als Höhenreferenzpunkt wird zudem der Kanaldeckel vorm Haus gewünscht. Gegebenenfalls hat der Vermesser diesen Punkt im August schon aufgenommen und ihn noch in seinen Unterlagen hinterlegt.

Der benötigte Baustrom muss nun dringend beantragt werden und ist gleichzeitig das schwierigste Thema. Vor Ort scheinen alle Elektriker sehr gut ausgelastet zu sein, denn einen Baustromkasten kann ich bei den angefragten Unternehmen nur kaufen und nicht wie üblich mieten. Die Mietgeräte sind alle ausgebucht. Doch unser Tiefbauer hat einen Kontakt, der mir wohl zügig weiterhelfen kann.

Zum Glück können wir Leitungswasser über die ans Grundstück angrenzende Viehtränke bekommen und einen Brunnen haben wir auch noch auf dem Grundstück. Damit ist die Versorgung mit Frischwasser gesichert. Für die Entwässerung des Hauses benötigen wir noch den Kanalanschlussplan. Da werde ich mich gleich drum kümmern und hoffen, dass ich da bei den Technischen Werken hier vor Ort zeitnah drankomme.

Ungefähr zwei Wochen vor Beginn der Tiefbauarbeiten, die nun für die KW 18 angesetzt sind, muss ich die Baubeginnanzeige bei der unteren Baubehörde einreichen. Das sollte man auch tunlichst nicht vergessen. Sonst steht die Baustelle schneller still, als man gucken kann.

Auch wenn ich schon einige Container Erdreich im letzten Jahr abgefahren habe, warten immer noch rund 250 Kubikmeter auf ihre Ausschachtung. Auf dem Grundstück können wir den Aushub nicht lagern. Also muss er abgefahren und entsorgt werden. In Nordrhein-Westfalen kann dieser aber nur entsorgt werden, wenn zuvor eine Bodenanalyse erfolgt ist. Genauer gesagt benötigen wir eine LAGA-Bodenanalyse (2004) mit durchgängigem Entnahmeprotokoll. Ansonsten nehmen die Müllkippen die Lieferungen nicht an. Auch wenn wir wissen, dass unser Boden absolut einwandfrei ist. Und zack sind wieder einige hundert Euro verschwunden, die man nicht eingeplant hatte.

Als nächstes mussten wir einen Stellplatz für den Kran finden. Die asphaltierte Einfahrt unseres Nachbarn kommt nicht in Frage, da sie den Kran auf gar keinen Fall aushält. Memo an mich: Unbedingt mit Flatterband absperren, damit der Kran nicht auf einmal doch dort steht. Ich seh es schon kommen. 🙂 Die zweite Möglichkeit wäre, den Kran vorne an der Straße zu platzieren, jedoch müsste diese dann für die Zeit gesperrt werden. Das kostet nicht nur Geld, es ist auch für alle Anwohner, die die Straße nutzen etwas unglücklich. Auch wenn es nur für einen Tag (Kellerwände) im Mai sowie wenige Tage im Juli (Haus) ist. Es gibt aber noch eine dritte Möglichkeit. Wir haben auf der anderen Seite einen Nachbarn, dessen Einfahrt geschottert ist und die den Kran laut Bauleiter ohne weiteres trägt. Hier müssten nur zwei Zaunpfähle und ein Vogelhäuschen zeitweise weichen. Diese lassen sich aber ganz leicht wieder eingraben. Vielleicht ist dies eine Option. Ich werde in den nächsten Tagen mal den Nachbarn fragen.

Zuletzt haben wir das Thema Eigenleistung besprochen. Wir werden die Perimeterdämmung in 12cm Stärke anbringen. Mit dieser Dämmung haben wir später immer noch die Möglichkeit, den Keller auch als Wohnraum zu nutzen. Da ich mittlerweile auch über die sozialen Medien gut vernetzt bin, habe ich dort einen Tipp bekommen, wo man diese Dämmung preiswert beziehen kann. Die Kellerfensterschächte werden nur mit vier Schrauben durch die Dämmung in der Wand befestigt. Auch das erledigen wir direkt mit. Und damit die Wartezeit bis zur Hausstellung nicht langweilig wird, werden wir unter Anleitung unseres Tiefbauer auch die Drainage-Spülschächte setzen und mit Kies ringsum verfüllen. Dabei handelt es sich um Rohre mit 30cm Durchmesser, die an jeder Hausecke senkrecht von der Bodenplatte aus bis zur Oberkante des Grundstücks reichen. Über diese können bei Bedarf die rings ums Haus verlaufenden Entwässerungsleitungen gesäubert werden.

Wir verabschiedeten uns mit einer Menge Orga-Arbeit im Gepäck, aber auch dem guten Gefühl, dass es nun voran geht.

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