Erdarbeiten Teil IV 11.11.2018

11.11.2018

Gerade groß genug. Der Kubota Ü35. (Quelle S.Stein)

Bevor es nach dem schönen Sommer kalt und nass wird, habe ich mir nochmals sechs Container und den Bagger kommen lassen. Ich wollte nun den Aushub für unseren Keller soweit fertigstellen, dass die Firma, die die finalen Kubikmeter aushebt, das Material nur noch auf dem Grundstück verteilen muss. Gleichzeitig interessierte es mich natürlich, ob nach rund 1,8 metern Tiefe wirklich der Fels anfängt.

Bereits morgens in aller Frühe ging es los. Die Baugrube ist mittlerweile so tief, dass ich mich mit dem Bagger schon anstrengen muss, um die oben am Rand stehenden Container aus der Grube heraus zu beladen. Aber Not macht bekanntlich erfinderisch. Also habe ich mich vom flacheren Teil aus zum anderen Ende vorgearbeitet und dabei sowohl die nächstgelegenen Container beladen als auch eine kleine Rampe gebaut, mit dessen Hilfe ich die letzten beiden Container befüllen konnte. Während es sich bei dem Aushubmaterial im Bereich des alten, nicht unterkellerten Hauses zum Großteil um gewachsenen Lehmboden handelte, war der unterkellerte

Tiefer kann ich die Grube mit dem Bagger nicht ausheben (Quelle: S.Stein)

Teil komplett mit Baumischabfall verfüllt worden. So habe ich dort Teile gefunden, die eindeutig zu dem alten Haus gehörten. Zudem ist leider auch nicht wie besprochen das Fundament des alten Hauses mit dem Abriss entfernt worden, sondern wurde einfach im Boden belassen. Die handgehauenen Natursteine des Fundaments habe ich nun aussortiert und plane sie für die spätere Grundstücksgestaltung mit ein. Da es so viele sind, könnten wir beispielsweise damit usnere Carporteinfahrt auslegen. Mal sehen.

Mit Genugtuung habe ich festgestellt, dass wir mit zunehmender Tiefe zwar auf felsiges Gestein treffen, dieser jedoch so brüchig ist, dass wir uns wenig Gedanken machen müssen. Selbst mit dem 4t-Bagger war es kein Problem, den brüchigen Fels abzutragen. Glück gehabt !

So, die Container sind voll. Die Tiefere Ausschachtung übernimmt dann ein Profi. (Quelle: S.Stein)

Glück hatte ich auch bei der Anlieferung des Drainagematerials für das Gartenhaus. Es sollte in die Einfahrt vor meinen Anhänger gekippt werden. Wie viel Rücksicht auf das Eigentum anderer in der Branche genommen wird, kann man im folgenden Video sehen. So schnell konnte ich garnicht reagieren, doch dem Hänger ist Gott sein Dank nichts passiert. Auch in der quasi neuen Betondecke in Nachbars Einfahrt befindet sich neuerdings ein deutlicher rund 5 Zentimeter tiefer Abdruck einer Stütze der Containerfahrzeuge. Großartig.

An dem Wochenende habe ich nochmals Glück gehabt. Der wohl insolvente Abbruchunternehmer hat ohne mich zu unterrichten die Bauzäune einfach mitgenommen. Nun gut, es waren ja seine, aber ich bin als Bauherr in der Haftung, wenn irgendwer in die Baugrube fällt. Da ich hinten auf dem Grundstück war, habe ich in Ruhe zugeschaut, wie zwei Mitarbeiter aus dem alten LKW sprangen und den Bauzaun abbauten, während ich über Ebay Kleinanzeigen bereits für Ersatz sorgte. Bereits 3 Stunden später stand unser eigener Bauzaun.

Abschließend habe ich dann noch die Wurzeln der gefällten Bäume ausgegraben und das Fundament der Garage hinten auf dem Grundstück entfernt. Auch dieses war ursprünglich die Aufgabe des Abbruchunternehmers, aber was soll´s. Selbst ist der Mann.

Wenn ich nun resümiere, wie viel Baumischabfall, Stahlbetonreste, Holzbruchstücke des Fachwerkhauses, Fundamentreste und sonstiger Abfall nun das Grundstück nicht mehr belastet, habe ich ein wirklich gutes Gefühl und kann die Arbeit auf dem Grundstück über den Winter ruhen lassen.

Im neuen Jahr werde ich dann das Gartenhaus an der hinteren Grundstückskante in Angriff nehmen. Dann fällt es auch nicht so schwer, auf das richtige Haus zu warten und man hat das Gefühl, dass vor Ort etwas passiert.

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