Bodenbelag Teil II: Fliesen 20.09.2018

20.09.2018

Bei der Vorbemusterung im Frühjahr gefiel uns eine Bodenfliese von Gress Steuler ganz gut. Sie hatte eine Betonoptik, eine Kantenlänge von 60 cm und passte hervorragend zu dem Parkett in Eiche. Zwar konnten wir nur jeweils eine Fliese begutachten, jedoch wirkte sie an eine Eiche-natur-Tür gelegt sehr gut. Schwörer hätte jedoch für die Fliesen – wir brauchen rund 150qm² – eine Unsumme genommen. Schon während der Vorbemusterung konnte ich übers Handy deutlich günstigere Angebote für unsere Fliese finden. Fairerweise muss man erwähnen, dass bei Schwörer der Preis inkl. den Verlegearbeiten angegeben wird. Da ich dies jedoch ohnehin selber machen werde, fragte ich, inwieweit man auch nur die Fliesen ordern könnte. Die Antwort: Ja, könne man, das wäre gar kein Problem. Nur ich hatte dann ein Problem, denn den UVP-Preis der Fliese wollte ich nicht gerade zahlen. Ich hatte gehofft über Schwörerhaus, die doch wohl auch größere Mengen abnehmen, von dem Rabatt etwas abzubekommen, aber dem war leider nicht so. Hätte ich mir aber eigentlich auch denken können….naja, halb so wild. Dann nehmen wir sie halt raus und besorgen sie selber.

Nun, da wir gerade auf dem Bauantrag warten und wir soweit nichts weiter tun können, habe ich zu Hause die Zeit genutzt und nach einem günstigen Angebot für unsere Fliese geschaut. Bei Fliesenrabatte.de fand ich sie dann für gerade mal die Hälfte des UVP´s. Da wir dieses Wochenende sowieso ins Ruhrgebiet fahren wollten, passte es ganz gut mal bei dem Händler in Dortmund vorbei zu fahren und uns die Fliesen auch noch einmal anzusehen, schließlich sind seit der Vorbemusterung auch wieder ein paar Monate ins Land gezogen.

Dort angekommen, gingen wir durch die Ausstellung und konnten eine Vielzahl von Fliesen besichtigen, nur unsere hatten sie leider nicht in der Ausstellung. [=> Übrigens: Sehr praktisch ist die Anhängervermietung S&E genau gegenüber.] Im Fliesenladen trafen wir allerdings auf einen sehr netten Mitarbeiter und nutzten die Zeit, um uns einfach mal beraten zu lassen.

Sehr interessant war, was er uns zur Fliesengröße erzählte. So vergrößern große Fliesen optisch Flächen, während kleine Fliesen diese kleiner aussehen lassen. Betrachtet man zwei von der Größe identische Räume, so wirkt der Raum z.B. mit einer 60x60cm Fliese ausgelegt deutlich kleiner gegenüber dem mit einer 80x80cm Fliese. Wir verglichen daraufhin verschiedene Fliesenformate. Für uns stellte sich ganz schnell die Frage, ob unsere Wunschfliese nicht vielleicht etwas zu klein gewählt ist. Schließlich wollen wir helle, offene und weitflächige Räume. Wäre doch gut wenn der Fußbodenbelag seinen Teil dazu beiträgt und die Wirkung noch unterstützt. Da wir auf jeden Fall eine natürliche Optik präferieren, sind wir letztendlich bei der Steinoptik gelandet. Die Betonoptik, die wir bis dato gewählt hätten, war uns dann doch auf die Fläche gesehen zu langweilig und wenig natürlich. Man glaubt es nicht, aber Fliesen wirken einzeln betrachtet häufig ganz anders, als wenn ich sie mir verlegt auf ein paar Quadratmeter ansehen kann. Gleiches gilt für Kataloge. Wir haben uns aufgrund ihrer Größe, der interessanten Oberfläche (es gibt sie auch als Terrassenfliese mit rutschhemmender Oberfläche) und des annehmbaren Preises für die Fliese „Climb HCL8“ in „Nero“ 80×80 cm aus dem italienischen Hause Ceramica del Conca S.p.a. entschieden.

Schaut man sich allerdings die Bilder der Fliese im Katalog des Herstellers an, dann hätte ich sie mir nie und nimmer bei uns im Haus vorstellen können. Eher in einem römischen Bad oder einer türkischen Dampfsauna. Die Fliese soll auch Nero, also schwarz sein. In Natura sieht sie eher aus wie ein gespaltener grauer Schiefer- oder Granitblock. Letztendlich gibt es sie rektrifiziert oder unbehandelt. Erstere sind am Ende der Herstellung nochmal gerade und winklig geschnitten worden (und daher ein paar Euro pro Quadratmeter teurer), während die unbehandelten Überstände an den Kanten vom Pressvorgang haben können. Da kann es beim Verlegen schwieriger werden, exakte Fugen hinzubekommen. Da ich die Fliesen selber legen, und damit ein paar Euro einsparen wollte, war ich froh, dass Fliesenrabatte.de nur die Nachgeschnittenen hatte.

Wieder zu Hause angekommen haben wir nochmal eine Nacht darüber geschlafen und am folgenden Abend den Verkäufer per Mail kontaktiert, ob er am Preis noch etwas machen könne, wenn ich insgesamt 150 qm2 abnehmen würde. Ich hatte zuvor schon fleißig recherchiert, diese Fliese aber nur noch bei zwei anderen Händlern gefunden und dann deutlich teurer. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Schon am nächsten Morgen hatte ich eine Nachricht im Postkasten, dass der Verkäufer mal direkt beim Hersteller für uns anfragt und sich dann meldet. Schon gegen Mittag hatten wir das Angebot im Briefkasten, welches nochmal 8 Euro pro Quadratmeter günstiger war als der ausgezeichnete Preis und bei etwas mehr als der Hälfte des UVPs lag. Und gerade auf die große Fläche gesehen tut das unserem Geldbeutel richtig gut.

Erfreut von dem guten Fang fragte ich auch gleich nach Fugenmörtel und dem passenden Fliesenkleber. Auch hier machte man mir ein Angebot, welches etwas günstiger war als ich es im Internet gefunden hatte. Perfekt.

Fliesen können im Farbton von Charge zu Charge leicht variieren. Daher sind wir so verbleiben, dass ich das Angebot annehme, wir aber die gesamte Abwicklung mit ins nächste Jahr nehmen. Sollte ich mich verkalkuliert haben und doch noch ein paar Fliesen nachbestellen müssen, ist die Chance höher noch welche aus der gleichen Charge zu bekommen. Zudem muss ich sie, bis das Haus im Frühjahr gestellt wird, nicht lagern. Damit sind wir mit dem Thema Bodenbeläge durch. Fein.

 

 

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