Das Carport Teil I 09.09.2018

 

09.09.2018

Konstruktion des Carports mit Geräteraum

Nachdem wir uns nun entschieden haben, das Carport nicht über SchwörerHaus bauen zu lassen, habe ich im Internet recherchiert und bin auf die Firma Bauplan-Holz von Herrn Tewes gestoßen. Sie befindet sich nur ca. 40km von uns entfernt und verweist für die Ausführung auf kooperierende Schreinereien in der Umgebung. Da wir sowieso die Anfertigung des Carportbausatzes anhand der Konstruktion hätten ausschreiben müssen, erhoffe ich mir darüber Preis- und Zeitvorteile.

 

Auf meine E-Mail Anfrage erfolgte umgehend der Rückruf. Ich habe daraufhin meine Vorstellungen skizziert und zwei Bilder von Pinterest mitgeschickt, um meine Vorstellungen zu veranschaulichen. Ich habe innerhalb von nur zwei Tagen dann ein Angebot für die Konstruktion des Carports bekommen, welches ich nicht abschlagen konnte.

Für absolut faire 150 Euro präsentierte Herr Tewes mir die Rohbaukonstruktion nach meinen Angaben als 3D-Computermodell. Nach der Freigabe für die im Modell dargestellte Ausführung erhält man ein Angebot für das Holz und den Zuschnitt als Bausatz. Für den Montageplan zu dem Bausatz kommen dann noch einmal 100 EUR hinzu. Die Rohbaukonstruktion hat Herr Tewes für uns grob geschätzt. Preislich liegen wir damit weit unter dem, was Baumärkte für Carports dieser Größe haben wollen. Preislich haben wir damit ein individuelles Carport zum Preis eines Serienprodukts von der Stange. Die Holzfassade und das Fundament zähle ich extra, denn das hätte ich auch beim Seriencarport zukaufen müssen.

Das Aussehen des Carportes wollen wir soweit wie möglich an das Wohnhaus angleichen. Dazu bekommt es ein Satteldach mit identischem 34 Grad Neigungswinkel sowie die Fassade des Hauses inkl. der passenden Ziegel. Vorne wird es mit zwei bis unters Dach reichenden Flügeltüren versehen. Dachüberstände werden minimiert. Auch die Regenrinne wird dazu als so genannte innenliegende Regenrinne konstruiert. Die Bauordnung sieht 9m Länge als Maximum für ein Carport auf der Grundstücksgrenze vor. Diese wollen wir komplett ausnutzen, indem wir hinten ans Carport einen Geräteschuppen ansetzen. Das Carport wird nach hinten 4,50m überstehen, also genau so viel wie die Terrasse tief sein wird. Damit bildet der Carportgeräteschuppen einen Sicht- und Windschutz für die Terrasse. Der Geräteschuppen bekommt zwei große gegenüberliegende Dachfenster.

Auch bei der Höhe wollen wir das Maximum ausschöpfen, da wir ein Zodiak-Schlauchbot mit gut 4,20m Länge mit Außenborder besitzen, welches verstaut werden muss. Der erste Gedanke bei der Konstruktion des Gebäudes war, es auf die Sparren über das Auto legen zu können, also praktisch auf den Dachboden des Carports. Das funktioniert leider nicht, da das Boot zu breit und hoch ist. Auch haben die Sparren einen Abstand durch den das Boot im aufgebauten Zustand nicht hindurchpassen würde, selbst wenn man die Anzahl der vorhandenen Sparren halbieren und damit den Sparrenabstand zueinander verdoppeln würde. Der zweite Ansatz ist, das Boot über Flaschenzüge einfach über das Auto zu hängen. Das würde passen. Damit auch der rund 80kg schwere Motor nicht immer demontiert werden muss, wurde das Satteldach über dem Carport statisch angepasst. Nachdem wir die 3D-Konstruktion bekommen haben, habe ich sie an unseren Architekten weitergeleitet. Leider möchte unser Architekt für dieses „Ok“ schlappe 400€ haben. Na dann halt nicht. Wird schon so passen. Wir haben dann die Konstruktion so freigegeben und den Montageplan in Auftrag gegeben. Ein paar Tage später kam dann das Angebot des Abbundzentrums. Der Angebotspreis wich nur 20€ von dem Betrag ab, den Herr Tewes uns genannt hatte.

Nachdem ich mit dem Abbundzentrum einen Termin ausgemacht hatte, bekam ich noch die Liste des Montagematerials von Herrn Tewes zugeschickt. Ich wollte es mir einfach machen, habe die Liste bei Amazon in den Warenkorb gelegt und wäre fast umgefallen. Insgesamt hätte ich rund 300€ für die Schrauben ausgeben müssen. Das war mir dann doch etwas zu viel. Ich habe stattdessen am nächsten Tag nach der Arbeit einen OBI-Markt aufgesucht. Man sollte es nicht glauben, aber der Markt war letztendlich rund 100€ günstiger.

Was jetzt noch fehlt sind die BRAAS Tegalit Dachpfannen in der Farbe Granit sowie die Regenrinnen.

 

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