Carport Teil III 14.07.2020

Bereits vor der Hausstellung hatte ich das Carport im Abbundzentrum Orbach anfertigen lassen und abholen können. Nun ging es daran – nachdem die Einfahrt fertiggestellt ist – die einzelnen Balken zu streichen. Zweilagig sollte es dann schon sein, stand auf dem Bondex-Eimer. Gesagt, getan. Wieviel Quadratmeter so eine Holzständerkonstruktion dann doch hat! Wir haben ganze fünf Eimer mit jeweils fünf Litern benötigt! Aber man will ja schließlich, dass das Holz auch gut geschützt ist und man nicht in ein paar Jahren bereits die ersten Hölzer austauschen muss.
Als die Balken dann durchgetrocknet waren, konnte ich die einzelnen Wände flach auf dem Boden liegend zusammenschrauben und aufstellen. Wie gut die Qualität des Holzes ist, zeigte sich daran, dass die Balken kaum verzogen waren, obwohl sie fast zwei Jahre gelagert wurden.
Nur beim Verschrauben der einzelnen Balken bin ich schnell von den Empfehlungen abgewichen und habe deutlich längere Spax-High-Force-Schrauben verwendet. Dadurch ist das ganze Gebäude nochmals deutlich formstabiler geworden.

Die teil-zusammengebauten Wände….. (Quelle:S.Stein)


Im März haben wir für das Carport einen Bauantrag gestellt, den wir aber laut SchwörerHaus gar nicht brauchen würden. Nach der neuen Gesetzgebung vom Januar 2020 wäre das Carport genehmigungsfrei. Man hat uns damals sogar vorgeschlagen, das Carport aus dem Bauantrag des Hauses herauszunehmen, „damit es schneller gehe“. Man soll bekanntlich nicht alles glauben, was man hört. Nun, das Carport ist von der Grundfläche her 31 Quadratmeter groß und damit genau einen Quadratmeter über der genehmigungsfreien Grenze. Von den Ausmaßen des Carports her haben wir vom Bauamt schon grünes Licht bekommen: Wir sind unter der maximalen Gebäudelänge von 9 Metern, die man entlang der Grundstücksgrenze zum Nachbarn einhalten muss. Und auch die mittlere Wandhöhe von 3 Metern (das Dach wird, je nach Dachneigungswinkel anteilig berechnet) halten wir ein.
Leider möchte es das Bauamt, nach dem Anruf eines besorgten Anwohners, nun ganz genau machen und das Carport direkt in den Lageplan eintragen. Da wir das Wohnhaus noch nicht haben Einmessen lassen, fehlen noch dessen Bezugshöhen. Für uns bedeutet dies, dass der Vermesser deutlich mehr Arbeit hat und wir schlappe 1600€ draufzahlen müssen. Nett.
Zudem haben wir gelernt, dass die Carportwand zur Grundstücksgrenze die Feuerfestigkeitsklasse F30 haben muss. Unser Plan, das Carport mit der gleichen Fassade zu versehen, wie das Haus wird damit etwas schwieriger. Wie genau so eine Wand dann aufgebaut sein muss, konnte uns noch keiner sagen. Als letzter Ausweg bliebe nur noch der Eintrag einer Brandlast, d.h. im Umkreis von ein paar Metern dürfte auf dem Nachbargrundstück nicht gebaut werden. Wenn ich aber sehe, wie häufig Holzfassaden von Carports auf Grundstücksgrenzen stehen, frage ich mich schon wie das Thema dort geregelt wurde, zumal die Bebauungsdichte oftmals wesentlich dichter ist als bei uns….

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