Garagenzufahrt 28.05.2020

Unsere Nachbarn hatten schon Ende des letzten Jahres vor, entlang der neuen Grundstücksgrenze einen Zaun zu setzen und den Niveauunterschied von ca. 50cm im vorderen Bereich des Grundstücks mit L-Steinen abzufangen. Nun im Frühjahr hatte der Gartenlandschaftsbauer Zeit und das Projekt konnte kurzfristig starten. Wir haben die Chance genutzt und sind kurzerhand mit auf den Zug aufgesprungen, indem wir ihn auch mit unserer Einfahrt beauftragt haben. Ursprünglich hatten wir Polygonalplatten für die Garagenzufahrt eingeplant. Nachdem sich mein Schwiegervater aber mit Händen und Füßen gewehrt hatte, mir beim Verlegen zu helfen („so ein Sch… verlege ich nicht ! Schon garnicht, wenn es mit dem Auto befahren werden soll!“), der Galabauer die Nase gerümpft hatte und auch der befreundete Landschaftsarchitekt uns dringend davon abgeraten hatte, haben wir dann doch Abstand davon genommen. Für Fußwege kann man sie gut gebrauchen, aber befahren lassen sich auch die dickeren 4 cm-starken Platten nur bedingt, da sie sich durch die Scherkräfte beim Bremsen und Lenken aus dem Bett herausdrehen. Zudem sind sie dann anfällig für Frostschäden, sobald Wasser in die entstandenen Fugen eindringt und gefriert. Nun war guter Rat teuer.

Stein des Anstoßes: Unsere Polygonalplatten (Quelle: S.Stein)


Wir haben uns nun für Basaltlavaplatten entschieden, die zwei Fahrspuren bilden. Drum herum wollen wir ein Splitt-Schotter Gemisch verwenden, welches in eine Art Wabenmatte geschüttet wird. Diese sollen das Auswaschen von Geh- und Fahrrinnen verhindern. Den Unterbau bildet der obligatorische 40cm starke Schotter. Optisches Vorbild ist im weitesten Sinne ein altes Bahngleisbett.

Nachdem beim Nachbarn die L-Steine gesetzt waren, konnte es mit unserem Teil weitergehen. Der Unterbau wurde schnell und ohne Komplikationen aufgebaut. Vorne in der Einfahrt haben wir allerdings einen alten mit Ziegeln lose gemauerten Brunnen gefunden, den galt es zu erhalten. Dazu haben wir den oberen Teil des Brunnens vorsichtig abgestapelt und durch einen Konus ersetzen lassen. So konnten wir einen „normalen befahrbaren Gullideckel“ aufsetzen. Und gut, dass es diesmal nicht unser Problem war, dass der Konus über 400kg wog und der Bagger dafür eigentlich zu etwas klein war. Doch mit etwas Glück saß der Konus bereits beim ersten Versuch so gut, dass er nur noch minimal ausgerichtet werden musste.

Dass die Jungs des Galabauers mit dem Bagger umgehen konnten, zeigte sich dann auch in den Folgetagen, als sie mit dem nun eine Nummer größeren Bagger die bis zu 3 Tonnen schweren Lavaplatten in der Einfahrt platzierten:

An der Stelle, an der die Platte liegen sollte, wurde der Schotter mit dem Bagger wieder soweit entfernt, dass ein Bett entsteht, welches die Lavaplatte in der gewünschten Höhe und Ausrichtung aufnimmt.

Der Bautrupp arbeitete sich dabei vom Ende der Einfahrt beginnend nach vorne zur Straße langsam vor. Das ging auch solange gut, bis der Bautrupp unser Leerrohr erwischte, welches von der Mehrsparte bis zur Garage führt. Hier wurde der Fauxpas in einer Extraschicht fix behoben, kündigte sich doch ein Gewitter für den Nachmittag an.
Nachdem dann auch die Lavaplatten alle an Ort und Stelle lagen, ging es daran, die Wabenplatten als Unterlage für unsere Schotterdeckschicht auszulegen und anzupassen. Mit der Stichsäge ließen sich die Platten gut anpassen und konnten anschließend mit dem Lava Schotter verfüllt werden.

Der Aufbau in Detail (Quelle: S.Stein)

Den Sockel unseres Hauses in der Einfahrt haben wir mit einer Cortenstahlleiste versehen. Dieser Stahl bildet innerhalb kürzester Zeit eine rostige Schutzschicht und passt optisch perfekt zur Fassade und der lavagrauen Einfahrt.

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