Beamerlift 30.10.2019

Wir sind eigentlich keine Leute, die viel Fernsehen gucken. Höchstens mal die Sportschau oder, na klar, die Triathlon-WM auf Hawaii. 😉 Daher besitzen wir bisher auch keinen Fernseher. In unserem neuen Haus hätten wir nun natürlich Platz für ein TV-Gerät, aber erstens finde ich diesen schwarzen Kasten nicht wirklich ästhetisch und zum Anderen würde dieser Kasten verdammt groß ausfallen. Daher gehen wir andere Wege und greifen auf einen Beamer zurück. Mit einer Bilddiagonale von annähernd 3 Metern gibt er ein ausreichend großes Bild und wir haben nicht diesen ungeliebten schwarzen Bildschirm herumstehen.
Aufgrund der Holzständerbauweise ist es praktischer Weise möglich, in der Wohnzimmerdecke einen Beamerlift einzubauen, der bei Bedarf unseren Projektor einfach aus der Decke absenkt und ansonsten unsichtbar ist. Es gibt ein paar Anbieter, die Beamerlifte anbieten, die aber nicht in unser Budget passen. Komplett selberbauen wäre auch möglich, aber sehr aufwändig. Bei meiner Internetrecherche bin ich auf Robert Gonsior und seinen Beamerboy gestoßen. Er bietet einen DIY-Lift in verschiedenen Varianten an und greift auf einen Rolladenmotor als Antrieb zurück. Nach einiger Beratung, welche Ausführung wohl die passende für mein Vorhaben sei, habe ich den Bausatz innerhalb weniger Tage von ihm zugeschickt bekommen. Nur den Rolladenmotor und die Achtkantwelle habe ich online bzw. im Baumarkt gekauft.

Anhand einer wirklich kleinteiligen Videoreihe ist es auch für Leute mit zwei linken Händen ganz einfach den Beamerlift zusammenzubauen. Noch einfacher wird es, wenn man für ein paar Euro mehr den Aufklebersatz zur perfekten Positionierung der Bauteile mit dazu ordert.

Die Aufkleber zur perfekten Positionierung sind wirklich klasse (Quelle: S.Stein).

Dann kam die Praxis. Genau an der Stelle, an der ich den Beamerlift in der Decke zwischen den Sparren einbauen wollte, hat SchwörerHaus die Schnittkante zwischen zwei Deckenfertigteilen eingeplant, d.h. auch der Abstand zwischen den einzelnen Sparren ist genau an der Stelle schmaler, da dort zwei Sparren nebeneinander laufen. Und damit passt der Rolladenmotor aufgrund seiner Länge nicht in den verbleibenden Zwischenraum. Daher habe ich Roberts Bausatz so modifiziert, dass der Antrieb um 90 Grad gedreht eingebaut werden konnte. Zudem habe ich eine Netzwerksteckdose sowie eine Doppelsteckdose für die Stromzufuhr von Rolladenmotor und Beamer mit in die Deckenplatte eingebaut.


Das Ergebnis ist wirklich super geworden. Der sehr wertige Bausatz ist jeden Euro wert und funktioniert tadellos. Mit dem Aufklebersatz konnte ich ohne Nachmessen alle Bauteile exakt positionieren und anhand der Videoanleitungen ohne Probleme aufbauen.

Ich freue mich schon auf den ersten Sportschau-Abend auf dem Sofa… Nur, dass bis dahin noch das Parkett verlegt sein muss… und gestrichen… und… und und und. => dauert noch.

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