Erdarbeiten Teil VIII 01.07.2019

Verfüllung des Kellers

Nachdem wir nun die Drainage rund ums Haus, nein…. um den Keller verlegt haben, kam am nächsten Tag auch schon der Tiefbauer, um die Baugrube wieder zu verfüllen. Wir hatten ja hinten auf dem Grundstück einen Teil des Aushubs lagern können. Wir hatten gehofft, dass der Berg ungefähr für die Hälfte der Verfüllung ausreicht und wir nicht ganz so viel Erde kaufen und anliefern lassen müssen. Zudem sollte die Baugrube an der Stelle der Kellertür noch etwas erweitert werden, damit wir dort einen kleinen Vorplatz pflastern und diesen dann mittels L-Steinen nach oben in Stufen führen können. Auch dieser Aushub sollte dann an anderer Stelle genutzt werden. Zu unserer Überraschung hat das Material gereicht! Wir mussten kein Verfüllmaterial mehr einkaufen. Später, bei der Modellierung des Gartens und der Zufahrt, werden wir dann das Niveau zwischen Kellerdecke und Rasenkante noch weiter angleichen.


Um das Regenwasser auf unserem Grundstück versickern lassen zu können (wollen wir natürlich nicht, sondern es in einer Zisterne zur Gartenbewässerung sammeln – aber es geht der zuständigen Behörde um die theoretische Möglichkeit dies zu können) benötigen wir eine Rigole. Schlappe 1,5 x 7,5 Meter soll sie groß sein. Salopp gesagt handelt es sich dabei um ein poröses Rohr mit 30cm Durchmesser, welches horizontal wie ein Sushiröllchen im Kies liegt und mit Vlies ummantelt ist. In dieser Rigole soll dann das anfallende Regenwasser versickern können, ohne von den höher liegenden Lehmschichten aufgehalten zu werden. Diese wurde vom Geologen in der Größe genau beschrieben und ist von unserem Architekten dann in zwei Metern Abstand entlang der Grundstücksgrenze im Lageplan eingezeichnet worden. Ein guter Architekt hätte gemerkt, dass die Rigole von den Abmessungen dort nicht hinpasst. Unserer natürlich nicht. So kamen wir dann abends zum Grundstück und mir ist alles aus dem Gesicht gefallen, als ich gesehen habe, dass die Rigole vom Tiefbauer nicht wie besprochen entlang der Grundstücksgrenze eingegraben wurde, sondern einfach mittig auf dem Grundstück. Einfach diagonal übers Grundstück verlaufend! Der Baggerfahrer hatte Glück, dass er nicht mehr vor Ort war. Ich wäre ihm für sein eigenmächtiges Handeln womöglich an die Gurgel gegangen. Er habe wohl zu viel Sonne abbekommen, habe ich meiner Frau zugrufen. Ich habe geflucht, dass ich es hier lieber nicht wiederhole. Kaum ist man mal einen Tag nicht da, schon läuft was schief. Auch der Tiefbauer hatte Glück, dass ich ihn nicht sofort erreicht habe. Ich hätte ihm sofort den Auftrag entzogen, so sauer war ich.


Am nächsten Morgen hatte sich der erste Frust gelegt und im Telefonat mit dem Tiefbauer stellte sich heraus dass der Baggerfahrer auf seine Anweisungen hin die Rigole verlegt hatte. Vor Ort hatten die beiden festgestellt, dass die Rigole gar nicht an die vom Architekten eingezeichnete Stelle gepasst hätte. Daraufhin haben sie sie verlegt und auch eine Probegrabung mit Versickerungsversuch unternommen, um sicherzustellen, dass die Rigole an dieser Stelle auch einwandfrei funktioniert. Auch lernte ich, dass die gebaute Rohrrigole nicht wie bei unseren Nachbarn überirdisch ist und man an der Stelle nichts pflanzen darf, sondern eine unterirdische, die man sogar Überpflastern könnte. Damit waren die Wogen geglättet und ich kann nur über die mangelnde Qualität des Architekten den Kopf schütteln. Da muss Schwörer dringendst nachbessern.

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