Keller Teil V 15.06.2019

   15.06.2019

Noppenbahn und Drainage

Außen auf die Perimeterdämmung wird eine Noppenbahn aufgebracht, die das Erdreich von der Kellerwand trennt und damit das Eindringen von Feuchtigkeit verhindern soll. Sie bildet quasi eine zweite wasserundurchlässige Hülle vor der Kellerwandabdichtung. Auf Empfehlung haben wir uns für die „Delta Geo Drain Quaddro“ von Dörken entschieden. Sie besteht – wie der Name schon sagt – vier miteinander verbundenen Bahnen. Durch die mikroperforierte Gleitfolie mit dem zusätzlich aufkaschierten Vlies, die neben der Noppenbahn als zweite Schicht fungiert, wird das Wasser immer zuverlässig nach unten abgeleitet. Die Gleitfolie verteilt den dauerhaft wirkenden Erddruck, die zum Erdreich gerichteten Noppen wirken als vollflächige Dränageschicht. Das auf die Noppenbahn aufgeschweißte Filtervlies verhindert das Zuschlämmen der Noppenstruktur. Die Noppenbahn hat eine hohe Druckfestigkeit von ca. 400 kN pro Quadratmeter. Das sollte für uns auch mit Blick auf unseren felsigen Boden mehr als ausreichen. Dazu habe ich noch die passenden Plastikdübel und das Noppenbahnabschlussprofil bestellt.

Die Noppenbahn ist wirklich einfach zu verarbeiten. Wir haben die 12,7 Meter, die auf einer Rolle sind, in fünf gleichlange Bahnen mit einem Cuttermesser (weiche Unterlage aus Holz verwenden, sonst ist das Messer schnell stumpf) geschnitten und anschließend vertikal Bahn für Bahn auf der Perimeterdämmung festgedübelt. Dabei haben sich die Dübel als sehr zerbrechlich erwiesen. Einmal etwas schief angesetzt und sie waren durchgebrochen. Etwas mehr Kontrolle hatte mein Schwiegervater ohne Hammer:

Ich hab´s auch versucht und ganz schnell dann ihm überlassen. Ich als Hobbyhandwerker breche mir dabei eher die Finger. Da ich leider viel zu wenig Dübel mitbestellt hatte, habe ich aus dem Baushaus noch welche nachgeholt. Die 100 „guttabeta Montagedübel“ waren mit 8€ nicht nur viel billiger als die 38€ teuren Originale, sondern auch bei weitem weniger bruchanfällig. Wir haben die Noppenbahnen so komplett fixieren und die Dübel (ohne den aufsteckbaren Teller) auch wunderbar für die obere Abschlussleiste verwenden können.

Das Anschlussprofil verhindert, dass Erdreich zwischen Noppenbahn und Perimeterdämmung gelangt. Allerdings war für die Guttabeta Dübel nun doch ein Hammer nötig (Quelle: S.Stein)

Anschließend haben wir die Kellerschächte angebracht. Ich hatte sie zuvor aus dem Internet zusammengekauft und damit nochmal einiges sparen können. Die Befestigung ist mittels 2er 14er Dübel, in die der Schacht eingehängt wird, denkbar einfach. Da der Mea-Lichtschacht aus zwei Teilen, einem Basisbaustein und dem höhenverstellbaren Aufsatz besteht, haben wir zunächst den unteren Teil angebracht. Der höhenverstellbare Teil wird dann montiert, wenn rund um den Keller der Bereich soweit angefüllt ist, dass sie benötigt werden.

Ausrichten des Drainagerohrs. Es muss beginnend von der höchsten Stelle ein Gefälle von mindstens 1 Prozent haben damit sie einwandfrei funktioniert (Quelle: S.Stein)

Dann ging es an die Drainage. Dazu habe ich 300er Drainagevlies online bestellt, dazu einen Sattelschlepper voll 16/32er Drainagekies. Die an jeder Hausecke

Auch die Lichtschächte sollte man nicht vergessen anzuschließen. Die Fallrohre haben zusätzlichen einen Vliesstrumpf bekommen, damit auch von dort keine Verunreinigungen in unsere Drainage gelangen (Quelle: S.Stein)

benötigten Kontrollschächte gab es günstig in den Ebay-Kleinanzeigen. Die Verbindungsrohre zwischen den Kontrollschächten sind online sehr günstig. Der Aufbau der Drainage ist eigentlich ganz einfach. Bildlich kann man es sich wie eine Sushirolle vorstellen: außen das Vlies, dann der Kies und innendrin das Drainagerohr.

Die letzten Meter…. (Quelle: S.Stein)
Fertig ! Der Kontrollschacht wird dann mit Verlängerungsstücken beim Anfüllen verlängert (Quelle: S.Stein)

ABER: 24 Tonnen groben Kies mit der Schubkarre in die Baugrube zu kippen und dort zu verteilen ist harte körperliche Arbeit! Ja, man spart viele Euros, wenn man es selber macht, aber man benötigt dazu auch die Manpower. Und ich weiß jetzt warum man soviel spart. Das ist wirklich Strafarbeit. Da habe ich mich ganz doll verschätzt. Mein Schwiegervater und ich haben da ganz schön geschwitzt, mein lieber Mann. Ein zweites Mal mache ich das nicht. Zumal wir nach dem ersten Tag abends gemerkt haben, dass wir die Anschlüsse der Lichtschächte vergessen haben und einen Teil wieder freilegen mussten. Nun bin ich froh, dass wir soweit alles geschafft haben, damit der Tiefbauer in der kommenden Woche verfüllen kann.

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